Hier finden Sie Wissenswertes

"rund ums Galloway"

 

 

 

 

Zuchtsachen

 

I.    Internetauftritt Galloway Cattle Society

II.   b) BDG -  wahrlich der Grösste !!!

III.  "Der Norden, das letzte

          Galloway-Reinzuchtgebiet in Deutschland"

IV.   BDG stellt Interessensvertretung für 

          Reinzucht von Galloway und Belted 

         Galloway ein

V.     Der Wolf im Schafstall

           oder - Die wahre Interessensvertretung des 

             mit der Geschäftsführung des BDG 

            beauftragten Bauernverbandes.

VI.    Leserbrief zum Fleischrinderjournal

      3/2003  Dr. Michael Brackmann 

       Galloway - "Einer Rasse mit mehreren Farbschlägen"  

 VII.   BDF-Vorstandswahl satzungswidrig

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I.    Galloway Cattle Society im Internet

Die Galloway Cattle Society of Great Britain and Ireland ist nun auch im Internet präsent. Damit besteht für Jedermann die Möglichkeit in dieser und anderen Internetpräsenzen (streitig) erörterte (Fehl-)Behauptungen zur Gallowayzucht auch unmittelbar bei dem Ursprungszuchtverband nachzuvollziehen.

So sei sogleich der Vergleich zwischen den Rassedarstellungen des schottischen Originalverbandes mit denen des deutschen Gallowayverbandes (BDG) angeraten:

beim Originalverband heißt es:

The Galloway is one of the oldest and purest of the United Kingdom's native cattle breeds. It originates from the South West of Scotland's famous area of Galloway hence its name. The most common colour is black, although a small number of animals are dun in colour or red. These cattle are known for their double coat, which combats the cold and wet, they are medium sized, compact and well-fleshed animals bred for generation to live off the poorest of land. Their hardiness is second to none and they are famed for their outstanding mothering qualities. This is the main reason Galloway are in great demand as a "hill cow", her calf is an easily fleshed beef animal, which in turn, are much sought after, due to the succulent taste of their meat.

(Hervorhebung von mir)

www.gallowaycattlesociety.co.uk/

beim BDG dagegen:

Eine erste Rassebeschreibung des Galloways ist bereits aus dem Jahr 1800 überliefert. Darauf aufbauend hat die schottische Galloway Cattle Society 1883 Richtlinien für das einheitliche Erscheinungsbild der Rasse ausgearbeitet, die bis heute die Basis der Rassebeschreibung und Zuchtarbeit darstellen.

 

Das Galloway zählt zu den Extensiv- und Robustrinderrassen und steht in kleinem bis mittleren Rahmen. Es ist ein dominant hornloses Fleischrind, das sich durch seine hervorragende Fleischqualität – in naturnaher Haltung erzielt – auszeichnet.

 

Die am häufigsten vorkommenden Farbschläge, die im Herdbuch (*nur nach dem farblichen Erscheinungsbild des einzutragenden Tieres) getrennt registriert werden ,

sind:

- Schwarz (mit mahagonifarbenen Haarspitzen); ca. 90 v.H. der Population

- Dun (blond); ca. 8 v.H. der Population

- White (weiß mit dunklen Pigmentflecken, schwarzen Ohren, Maul und

  Füßen)

- Belted (weiß gegürtelt).

(Hervorhebung und Anmerkung * von mir)

www.galloway-deutschland.de/verbraucher/dokumente/galloway_in_deutschland.pdf 

Die Galloway Cattle Society registriert in ihrem Herdbuch keine White und keine Belted gezeichneten Rinder, und auch keine Cocktailrinder aus Anpaarungen der drei Rassen.   

Belted und White werden im Originalzuchtgebiet seit jeher und auch heute noch als eigenständige Rassen von einer eigenen Züchtervereinigung in eigenen Zuchtbüchern gezüchtet. 

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b)  BDG  wahrlich der Gröste (!!!)

Ausweislich der Mitgliedsdaten des Galloway-World-Council für 2002 sind vom

 BDG

 658 Mitglieder und

31.000 Tiere

mit jährlichem

Zugang von 9.000 Tieren

registriert !!!

(vgl.  www.galloway-world.org/intcof/galworl3.html )

 

( Der BDF weist in seiner Statistik 2001 für ganz Deutschland 

http://www.bdf-web.de/Inhalte/Statistiken/JB2001/Stats_inhalt01.htm  

 1.291 "Galloway"-Betriebe mit zusammen 8.304 aktiven Zuchttieren  - 7419 HB-Kühe und 885 H-B Bullen - aus.)

 

?! Kommentare überflüssig !?

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III. "Der Norden, das letzte 

Galloway-Reinzuchtgebiet

 in Deutschland"

 

Dieses Zitat von Prof. Dr. R. Fries, Lehrstuhl für Tierzucht an der TU München, bezieht sich auf Schleswig-Holstein, weil es nur noch im dortigen Fleischrinder-Zuchtverband (FRZ = Verband Schleswig-Holsteiner Fleischrinderzüchter e.V. www.fleischrinderzucht.de) getrennte Zuchtbücher und Zuchtprogramme für die reinerbigen Originalrassen "Galloway" und "Belted Galloway" gibt. Näheres hierzu siehe unter "GIN e.V."- http://www.galloway-nord.de/  , http://www.galloway-nord.de/index.php?article_id=63 und auch bei www.belted-galloway.net .

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VI.   BDG stellt Interessensvertretung für

       Reinzucht von Galloway und Belted

      Galloway ein

 

Der Bundesverband Deutscher Galloway-Züchter e.V., Bonn, bekräftigte auf der Mitgliederversammlung 2002 die Vorstandslinie des Verbandes zukünftig nur noch die Interessen einer  "Mischmaschrasse" (= alle Rinder die irgendwie den Begriff Galloway im Namen führen als eine "Rasse") zu vertreten. Alle Reinzüchter der originalen Rassen "Galloway" und "Belted Galloway" werden sich nun Gedanken über eine zukünftig zu gestaltende Interessensvertretung ihrer Reinzucht machen müssen. 

Auf dieser Seite werde ich über den Fortgang zu diesem Thema weiter unterrichten, und ich nehme dazu gerne Gedanken und Anregungen auf.

< info@galloway-breiteneiche.de >

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 VII.  BDF-Vorstandswahl satzungswidrig

     

Auf der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Fleischrinderzüchter und -halter e.V. (BDF) wurde am 19. März neu in den Vorstand der Nebenerwerbslandwirt Hans-Joachim Huhn gewählt 

 <  www.bdf-web.de/index1.htm  (Aktuelles) >. 

Die Satzung des BDF <Vereinsregister AG Bonn VR 5645> bestimmt zur Vorstandswahl (Satzung § 8 Nr. 4. letzter Satz), dass Vorsitzende von (Bundes-)Rassevertretungen nicht in den Vorstand gewählt werden können.

Herr Huhn ist Vorsitzender im "Bundesverband Deutscher Gallowayzüchter e.V. " (Rasseverbandsmitglied des BDF) und konnte somit nicht zum Vorstand im BDF gewählt werden.

Ein anders Bild ergibt sich auch nicht, wenn, wie es tatsächlich ist, der Bundesverband Deutscher Gallowayzüchter e.V. (BDG) nicht als Bundesverband zu bewerten ist, denn dann wäre der BDG nicht berechtigt BDF-Mitglied zu sein.

 

 

V.  Der Wolf im Schafstall

oder  -  Die wahren Interessen des mit der Geschäftsführung des BDG   beauftragten Deutschen Bauernverbandes.    

   (  Nachzulesen in der Rheinzeitung unter 

        http://rhein-zeitung.de/on/97/01/23/topnews/wahn1.html    )

Der Präsident des Bauernverbandes sagte im WDR

"...    deutsches Rindfleisch sei BSE-frei.

Es müsse nun dafür gesorgt werden, daß kein Fleisch von Galloway-Rindern in den Nahrungsmittelkreislauf gelange." (sic)

Diese vom obersten Repräsentaten des mit der Geschäftsführung des  Bundesverbandes Deutscher Galloway-Züchter  beauftragten Deutschen Bauernverbandes öffentlich bekundete Zielsetzung ist nie widerrufen oder in Frage gestellt worden, sie dauert an und erklärt vieles.

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VI. Leserbrief zum Fleischrinderjournal

 

Auf den Seiten 22 bis 25 des Fleischrinderjournals 3/2003 finden sich drei Artikel, die sich ganz oder zu Teilen mit "Bunten Kühen" befassen. Im Widerspruch zu seinen Vorausführungen und Ausführungen in seinem bekannten "Das andere Kuhbuch" verfolgt der Autor die "Einrassethese" des BDG. Der starke Eindruck einer Einflussnahme des BDG auf Herrn Dr. Brackmann zur Abfassung und auf das Fleischrinderjournal zur Veröffentlichung des Artikels drängt sich geradezu auf. Wenn auch nur "Rinderfreund" und nicht etwa "Rinderzüchter", ist es unverständlich, wie sich der Autor, der doch über eine Fülle von Wissen um die Rinderzucht verfügt, zum schreiben eines derart ungereimten Artikels hinreißen lassen.

Hier mein Leserbrief an das Fleischrinderjournal, von dem zu befürchten ist, dass er nicht veröffentlicht werden wird:

 

zu 3/2003  Diskussion "Eine Rasse mit mehreren Farbschlägen"

 

"Die unverwechselbare Originalität einer Rasse ergibt sich aus dem, was ich ihre Geschichte nenne.  (9)... In Europa entstand erst vor rund zweihundert Jahren die Rinderzucht, wie wir sie noch heute kennen und verstehen. Robert Bakewell und die Brüder Collins dürfen fraglos als die Väter der naturwissenschaftlich fundierten Nutztierzucht angesehen werden.  (23)... Die in England entwickelten Prinzipien vor Augen und im Hinterkopf schlossen sich die Rinderhalter zu Zuchtverbänden zusammen. Sie legten gemeinsame Zuchtziele fest, organisierten und dokumentierten die notwendigen Leistungskontrollen, halfen bei der Auswahl und beim Ankauf der Vatertiere und förderten den Absatz der Zuchtprodukte.  (23)... So sind weltweit einige hundert definitive Rinderrassen entstanden.  (23)... Jede von ihnen repräsentiert ein Kapitel in der unendlichen Geschichte des Hausrindes, die in grauer Vorzeit begann, bis in die Gegenwart hineinreicht und in der Zukunft weitergestaltet wird. Wo auch immer wir eine Rinderrasse sehen und erkennen, sollten wir sie mit dem Bewusstsein betrachten, der einem solch hohen Kulturgut angemessen ist.  (23)"

 führt der Autor in seinem Kuhbuch (3. Aufl. 1999 Seiten ...) aus. Dieses soll nun aber für die alten britischen Rassen "Galloway" und "Belted Galloway" offenbar nicht gelten.

 Den Züchtern, die sich in den 70ger Jahren des vorletzten Jahrhunderts in Dumfrise und Galloway zu der Galloway Cattle Society zusammenschlossen, sich gemeinsame Zuchtziele für die von ihnen gezüchteten Rinder festlegten und seitdem und bis heute in einem eigenen Herdbuch die der Rasse "Galloway" zugehörigen Rinder dokumentieren, zollt der Autor weniger Anerkennung als einer handvoll deutscher Hobbyzüchter, die sich in jüngsten Zeit aufgeschwungen hat der Welt zu vermitteln, was unter der Rinderrasse "Galloway" zu verstehen ist. Ebenso wenig Respekt zollt der Autor denjenigen Rinderzüchtern, die sich vor nunmehr über 80 Jahren zusammengeschlossen hatten um nach eigenen Zuchtzielen, in eigener Organisation und mit Dokumentation in einem eigenen Herdbuch Rinder der Rasse "Belted Galloway" zu züchten. Letztere sollen nunmehr schlicht auch nur noch Rinder der Rasse "Galloway" sein.

 In dem Artikel "Die Bunte Kuh in allen Kulturen beliebt" im selben Fleischrinderjournal, führt derselbe Autor aus:      die Farbspielerei

 "fand beim Rind ein Dutzend Gene und eine Handvoll Plätze auf den Erbsträngen, die für die Kolorierung zuständig sind."

 Lapidar und unwissenschaftlich meint der Autor zu den Untersuchungen des renommierten Roslin Institutes in Edinburgh:      dass die Belted Galloway

 "genetisch näher bei den Angus oder Murrays stehen als bei den Galloways ist wissenschaftlich verwegen. Es ist völlig klar, am ähnlichsten sind sie, was auch nicht verwundert, den Galloways, von denen sie sich nur im dominanten BT-Gen unterscheiden."

 Einen wissenschaftlichen Beleg für diesen kühn behupteten Einfachunterschied liefert der Autor nicht.

 Lawrence Alderson vom Rare Breeds Survival Trust (RBST) dagegen führt zu genetischen Untersuchungen verwandtschaftlicher Verhältnisse unter den Rassen Galloway und Belted Galloway  in einem gutachtlichen Schreiben vom 21 Sept. 2001 fest:

 "Genetic distance studies confirm the distinctness of these breeds  from each other. For example, meta-analysis of European cattle breeds shows that the Belted Galloway has a closer relationship to Aberdeen Angus (0.033) and Murray Grey (0.039) cattle than it does to the Galloway (0.048)."

 Abenteuerlich geradezu wird die Sache unter Betrachtung der White Galloways, die ja unbestritten eine Kreuzungsrasse sind, vergleichbar den Murray Greys (siehe dazu auch die Ausführungen des Autors in seinem Kuhbuch).

Wenn denn die in dem vorliegenden Artikel "Eine Rasse mit mehreren Farbschlägen" aufgezeigten und von einigen Hobbyfunktionären propagierten Maximen von "Rinderfreunden" Überhand über die Angelegenheiten von ernsthaften Rinderzüchtern erlangen mag es den alten Rassen der Galloways und Belted Galloways so ergehen, wie es der Autor in seinem Kuhbuch (41) so treffend für die Murray Greys formuliert hat und hier von mir in freier Abwandlung zitiert wird:

"In Deutschland sind die Galloways bisher noch Raritäten. Was hier an gallowayähnlichen Rindern und Bullen anzutreffen ist, entstammt meist einem unkontrollierten und undefinierbaren Rassenmischmasch. Dabei bekommen die Gene Gelegenheit, nach allen Regeln eines Gregor Mendel für bunte Herden zu sorgen. Das geübte Auge sucht aber vergeblich bei diesem Cocktailvieh nach dem ausgewogenen Körperbau der Schotten und spätestens in der Küche wird klar, dass es keine Galloways sind."

Götz von Donner

Hof Breiteneiche

24211 Wielen

 

Weiteres Wissenswertes


  I. a)   Rassebeschreibung

b)   Stellungnahme zum Schreiben v. 27.6.2002 des BDG- Vorsitzenden i.S. Mischmasch-Galloways an den GIN-Vorsitzenden

http://www.galloway-nord.de/

II.  "Cindy"  'amtliches Tiertausch-Attest'

III. Buchbesprechung 

VI. 'Pinzgauriggit'

 

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I.  a)  Rassebeschreibung

Nachstehend aufgeführt ist die Rassebeschreibung "Galloway", wie diese am 14.April 1883 von der "Galloway Cattle Society" statuiert wurde, und die bis heute gültig ist.

Points of the Breed

The following is a statement of the characteristics of a typical animal of the Galloway Breed, drawn up by the Council of the Galloway Cattle Society of Great Britain, 18th April, 1883:—

COLOUR                      Black, with a brownish tinge, or dun.

HEAD                             Short and wide, with broad Forehead and wide Nostrils; without the slightest symptoms of Horns                                or Scurs.

                                Eye—Large and prominent.

                                Ear—Moderate in length and broad, pointing forward and upward, with fringe of long hairs.

NECK               Moderate in length, clean, and filling well into the shoulders; the top in linewith the back in a female, and in a male naturally rising with age.

BODY                              Deep, rounded and symmetrical.

Shoulders—Fine and straight, moderately wide above; coarse shoulder points and sharp or high shoulders are objectionable.

                               Breast—Full and deep.

                               Back and Rump—Straight.

                               Ribs—Deep and well sprung.

                               Loin and sirloin—Well filled.

                               Hook Bones—Not prominent.

                        Hind Quarters—Long, moderately wide and well filled.

                               Flank—Deep and full.

THIGHS                       Broad, straight, and well let down to Hock; rounded

                                Buttocks are very objectionable.

                                Legs—Short and clean with fine bone.

                                Tail—Well set on, and moderately thick.

SKIN                                  Mellow and moderately thick.

                                Hair—Soft and wavy, with mossy undercoat; wiry or curly hair is very objectionable.

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I.  b)  Stellungnahme

Stellungnahme zum Schreiben des BDG an Herrn Dirala (1., 2. und 3.) v 27.6.2002.

siehe Homepage GIN  "Aktuelles"   www.galloway-nord.de 

zu. 1.

Es ist einfach nicht richtig was Herr Grubbe behauptet. In allen der genannten Ländern erfolgt eine strikte Zuchtbuchtrennung der Rassen. Die hier angeführten „Sektionen“ stellen streng genommen nichts anderes dar als jeweils selbständige Rassezuchtbücher, zu den jeweiligen „sections“ existieren nämlich auch jeweils eigene Zuchtziele und eigene Zuchtprogramme – was jedermann in den Internetpräsenzen der verschiedenen Verbände nachlesen kann so:.

ein Auszug aus der Selbstdarstellung des kanadischen Verbandes:

The Canadian Galloway Association represents three breeds, Galloways, Belted Galloways and White Galloways. Each breed is registered in a separate section of the Canadian Galloway Herd Book. The Galloway section of the Canadian Herd Book is the oldest continuously closed Galloway herd book in the world. The Belted Galloway Section is also closed, but there is an Appendix that allows a Belted Galloway X Galloway cross to be registered if it meets certain criteria. (Hervorhebung von mir)

 oder auch des Verbandes in Neuseeland

The Galloway Family: Galloways; White Galloways; & Belted Galloways; consists of three breeds of Cattle. …  Each of these three breeds of "Galloways" are contained in their own separate section of the Herd Book, with The Galloway Cattle Society of New Zealand Inc.

Im fachbezogenen anglikanischen Sprachgebrauch ist „section“ in solchen ‚Mehrrasseverbänden’ nicht anders zu verstehen als ‚spezielles Rassezuchtbuch’, wie diese bspw. für Charolais, Limousin, Galloway, Belted Galloway etc. innerhalb der Fleischrinderherdbücher unserer Vielrasseverbände (FHB, ZEH, FRZ p.p.) geführt werden.

 Das angebliche Vorliegen eines gewissermaßen als Freibrief zu verstehenden Schreibens der schottischen Galloway-Cattle Society zur Anerkennung von ‚BDG-konformen-Zuchtpapieren’ ist eine – bewusst oder fachinkompetent – irreführende Fehlbehauptung von Herrn Grubbe. Die schottischen Kollegen behalten sich nach der hier bekannten Korrespondenz vor, eine Prüfung der Reinrassigkeit über 5 Generationen vorzunehmen,

(Auszug aus dem Schreiben der Galloway-Cattle Society an den BDG vom 23.10.2001

“If cattle cannot be shown to have a 5 generation pedigree then we (as-our regulations state at present) are unable to register them as pedigree animals.” (Hervorhebung von mir)

was i.ü. elementar gegen geltendes EU-Recht verstößt, denn dieses erfordert ausnahmslos nur 3 Generationen derselben Rasse.

(Beispiel: Ein Züchter legt dem schottischen Verband eine deutsche Zuchtbescheinigung zu einem aus Deutschland eingeführten „Galloway“ – neuer Herbuchführung“ – vor zu welchem zu dem eingeführten Tier,  dessen Eltern und sämtlichen Großeltern [= 3 Generationen] die <phänotypische> Farbangabe „schwarz“ [m.w. auch dun] vermerkt ist, aber bei den Ur- oder auch UR-Ur-Großeltern [4. und 5. Generation] einmal oder mehrfach die Farbangabe „weiß“ angegeben ist.

In solchem Fall <ein entsprechender angeblicher Fall beschäftigt derzeit den Zuchtdezernenten des Kieler Ministeriums infolge denunziativen Vorgehens von sog. Züchterkolegen> würde nach den Ausführungen des schottischen Verbandes dieses Tier die dortigen „Aufnahmebedingungen“ nicht erfüllen und nicht eingetragen werden, obwohl nach EU-Recht – wären denn die deutschen Zuchtbescheinigungen wie Herr Grubbe behauptet unproblematisch – ein Tier mit einer solchen Zuchtbescheinigung [3 Genrationen im Zuchtbuch] uneingeschränkt eintragungsberechtigt wäre und dieses sogar in der jeweiligen  Zuchtbuchabteilung die derjenigen des Exportverbandes entspricht, so. bspw. als Elite-Bulle oder Bullenmutter.) 

Zu 2

Irrungen und Wirrungen – Scharlatanerie und/oder Amateurinkompetenz kennzeichnen die hier gegebenen Ausführungen. Richtig ist alleine, dass in der deutschen Galloway-Herdbuchführung vieles drunter und drüber gegangen ist. Arroganz und Ignoranz einzelner Verbandsfürsten und ihrer Sekretäre gegenüber den so undeutschen Galloway-Rinderrassen und ihrer Halter und Züchter waren wohl die vorherrschenden Gründe für das teilweise angerichtete Durcheinander. Hin und Her schnöden Eigennutzes bestimmter Wirtschafts- und Verbandskreise im Benehmen unbedarfter öffentlicher Funktionsträger waren und sind weitere Förderer der vielfach desolaten Zuchtbuchführung für die verschiedenen Gallowayrinderrassen.

Herr Grubbe täuscht mit seinen Darstellungen zum sog. „offenen Herdbuch“.

 Weder nach EU- , noch nach nationalem Recht ist es „zulässig“, dass „wirkliche Kreuzungen mit anderen Rassen“ in die Zuchtbücher „aufgenommen werden“.

 „Offenheit“ von Zuchtbüchern bestimmt das geltende Recht nur für reinrassige Zuchttiere (Artikel 2 der Richtlinie 77/504/EWG; § 7 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. d) TierzG).

Für eine Öffnung von Herdbüchern durch einen für weibliche Zuchttiere nach freiem Entschluss von Züchtervereinigungen einzurichtenden zusätzlichen Abschnitt zum Zuchtbuch (Vorbuch und Hilfsbuch, Appendix p.p.) besteht keine Rechspflicht und auch kein Rechtsanspruch (Art. 3 Abs 1 der Entscheidung 84/419/EWG; § 3 Abs. 3 letzter Satz der Verordnung über die Zuchtorganisationen a.Gr. § 8 Abs. 1 Nr. 1 TierzG). Nach deutschem Tierzuchtrecht ist eine solche „besondere Abteilung“ i.ü. nur für Zuchttiere ohne bekannte Eltern resp. ohne bekanntes Geburtsdatum oder für Zuchttiere deren Eltern oder Großeltern nicht im Zuchtbuch derselben Rasse eingetragen sind vorgesehen, also keine Öffnung schlechthin und schon gar nicht für Kreuzungen (i.B. auch nicht für beliebige oder gar planmäßige Verdrängungskreuzungen und auch nicht für Kreuzungen – gleich über wie viele Generationen – von verschiedenen Rassen mit dem Namensbestandteil Galloway, solches wäre allenfalls mit einem besonders zu bestimmenden und verwaltungsrechtlich zu genehmigenden Zuchtprogramm zu regeln.).

Herr Grubbe täuscht auch das ‚Vorhandensein nur verschiedener Farbschläge’ vor. Belted Galloways, White Galloways und Galloways sind augenscheinlich und genetisch nicht durch unterschiedliche Farben sondern entsprechend der unterschiedlichen Zuchtziele und Zuchtprogramme dieser eigenständigen Rassen (White eine Rasse ?) durch unterschiedliche Kennzeichnung, eben dem entsprechendes Rassemerkmal geprägt. Als Farbschlag können nur die vorkommenden unterschiedlichen Farben schwarz, dun und rot bezeichnet werden nicht aber die unterschiedlichen – rassetypischen – Zeichnungen. 

Bereits seit 1994 hatten sich die amtlich anerkannten Zuchtverbände in Deutschland dazu verpflichtet sog. Farbangaben in den Zuchtbüchern und Zuchtbescheinigungen auszuweisen, eine Placeboverpflichtung wie es die Handhabung gezeigt hat. Es ist keine Initiative seitens des amtierenden BDG-Vorstandes oder dessen Geschäftsführung bekannt, die auf die Einhaltung dieser Herdbuchführungsverpflichtung gerichtet war oder ist. Die Erfahrungen mit den hier eingangs angemerkten Einstellungen von Verantwortungsträgern widersprechen der von Herrn Grubbe geäußerten Zuversicht in die „neue Herdbuchführung“.

 zu 3. 

Die „Galloways“ („- 1249 -:  ... and for centuries they went unnamed, referred to only as the black cattle of Galloway.“) gelten bekanntlich als älteste Rinderrasse der britischen Inseln, sie wurden seit dem 18. Jahrhundert (polled Herdbook) züchterisch und zuchtorganisatorisch gesondert bearbeitet und werden seit über 125 Jahren in einem eigenen „Galloway“ Zuchtbuch mit eigenem Zuchtprogramm und mit eigenem Zuchtziel gezüchtet. Sie haben bis heute überdauert und erfreuen sich zunehmender Zahl. Ähnliches gilt für die „Belted Galloways“, die in Schottland auch schon seit über 80 Jahren mit eigenem Zuchtbuch, Zuchtprogramm und Zuchtziel gezüchtet werden. In diesem Zusammenhang von unzureichenden Populationen (Herr Grubbe sollte sich doch einmal alleine über die Zahl der Belted Galloways in den USA unterrichten) zu sprechen zeugt von Unkenntnis oder bewusstem Unterschlagen tatsächlicher Größenordnungen. Die Gallowaypopulation bei uns wäre im übrigen wohl auch noch größer, hätte sich der amtierende Vorsitzende des BDG und seine Mannen uneingeschränkt gegen das rechtswidrige politische Massentöten besonders von Gallowayrindern gestemmt statt, wie selbst bekundet, den Schlächtern Wege zu ebnen, er hätte weniger Grund angebliche Populationsschwächen ins Feld zu führen.

 Die Zusammenführung des von Herrn Grubbe und einer handvoll Mitgesinnter wahl- und programmlos definierten Mischmasches, all dessen was Galloway im Namen führt und muuuh macht, zu einer Rasse bedeutet das Ende von über Jahrhunderte und viele Generationen geleisteter Zuchtarbeit. Heraus kommen werden, ohne Rücksicht auf die besonderen und vornehmlichen Eigenschaften die den Ruhm der Originalrassen ausmachen, Rinder nach jeweils temporär herrschender Farb- und Zeichnungsmode (riggit- und zebra-, schwarz- und rotbuntfarbene, Dalmatiner- oder Tigerschecken, brindelt, brocket faced oder sonst wie gezeichnete ‚Galloways’ ).

 Nur reinrassigen Zuchttieren steht nach dem geltenden Recht der beliebige Zugang in Zuchtbücher zu, Kreuzungen sind in Registern zu führen, diese gilt auch für Amateurzüchter und solche, die augenwischend glauben oder glaubten und weismachen wollen oder wollten über mehrere „Generationen Vorbuch „wirkliche“ Galloways oder Belted Galloways machen und unter (Fehl-)Gebrauch der guten Namen der alten Originalrassen vermarkten zu können. ____________________________________________________________________________

II.  Cindy 'amtliches Tiertausch-Attest'

Auf vielfachen Wunsch im Zusammenhang mit den immer wieder aufkeimenden BSE-Fragen gebe ich nachstehend eine Kopie des Attestes des Veterinäramtes des Landkreises Malchin wieder, aus dem ein Tiertausch auf dem Hof in MV abzulesen ist auf den ich bei vielen Gelegenheiten bezug genommen habe und nehme.

Zur Orientierung gebe ich an dieser Stelle einige Hinweise zu den im nachfolgend abgelichteten Veterinärzeugnis vermerkten Nummern:             

Die Nummern "gelb 56", "gelb 5" u.s.w. stellen die Nummern dar, mit denen die ursprünglich aus Großbritannien eingeführten Rinder auf entsprechend farbigen Ohrmarken gekennzeichnet waren. Es handelt sich hierbei um sog. Transport-Nrn., die den Tieren beim Export aus GB eingezogen wurden.
Die Nummern  

"35092", 6330368, 650/K481, 35096, W-58 HGW u.s.w. sind Nummern, die offenkundig von Ohrmarken (Messingmarken?!) an den Tieren bei den Untersuchungen am 21.41992 und 28.8.1992 abgelesen wurden. Diese Nummern tauchen in keinen der umfangreich eingesehenen Unterlagen des Betriebes und zu dem Betrieb wieder auf !!!

Unter "gelb 56"  

wurde stets die Kuh  "Scottish Queen" geführt, das Tier, dass nach den Verlautbarungen des Ministeriums das in Höxter angeblich an BSE erkrankte Tier tatsächlich gewesen sein soll !!!

"gelb 6" war "Rita", "gelb 34" war "Molly" u.s.w.

Mit   "6330368"  

war eine in Schleswig-Holstein geborene Kuh gekennzeichnet. Bei der Nummer handelt es sich um die entsprechende, für dieses Tier ausgegeben Messingmarke der Zuchtverbandes FRZ.

Bei  "W-58 HGW" und "650/K481"  

handelt es sich um die originalen britischen Züchtermarken. So stammt bspw. die erste Nummer vom Züchter G. Hutton aus Wellhill und beinhaltet, dass es sich bei dem Tier um das in der dortigen Herde 58. in der Zeit vom 1.10.1987 bis zum 30.9.1988 (= Jahrgangsbuchstabe "W") geborene Kalb handelt.

"entspricht"  

Diese ungewöhnliche Nummernverweisung erklärt eine Zuordnung der abgelesenen Ohrnummern zu "Papiernummern" !!!

Nrn. 35021 - 35100  

Messingmarken mit diesen Nummern wurden von der ZEH (Zuchtrinder-Erzeugergemeischaft Hannover eG) für den Betrieb in der Wedemark bei Hannover ausgegeben von dem die BSE-Fälle 1, 2 und 3 in 1994 herstammten, und dessen Rinder im fraglichen Zeitraum in 'alle Welt' verkauft wurden. (So übrigens auch an den Betrieb des 1. BSE-Falles und ebenso an den des 2. BSE Falles.)


 

Besonders zu bemerken ist ferner, dass nach einem Bericht des Zuchtverbandes MV, dieser mehrere der  in 1993 geborenen Kälber zu den vorbescheinigten "britischen" Kühe "wegen zu kurzer Zwischenkalbezeit"  nicht anerkannt hatte.

"Cindy" war nicht das englische Rind "Scottish Queen", denn diese war, als der Bauer Mikus die Rinder aus Mecklenburg erwarb schon lange -  1992/93 -  gegen ein anderes Tier ausgetauscht worden, und dieses nicht etwa um die britische Herkunft zu verschleiern sondern wohl gegen ein niedersächsisches Galloway, das ja zu jener Zeit gegenüber Originalen als minderwertiger galt.

Die zuständigen Stellen kannten und kennen im übrigen alle angeführten Unterlagen.

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 III. Buchbesprechung

 

Galloway - Faszination einer Rinderrasse

Autor und Herausgeber : Ole Grubbe         Druck :  Druckerei Ostendorf,  49661 Cloppenburg

ISBN  3-88441-172-1                              herausgegeben :   2000

 

Den Zweck des Buches „Galloway – Faszination einer Rinderrasse“ von Ole Grubbe beschreibt der Autor in seinem Vorwort. 

„ ... eine andere Sicht der Galloways zu vermitteln“. 

Wenn auch bescheiden halb in Abrede stellend, soll das Buch denn doch ein Fachbuch sein „Grundidee war es mir, ein Buch herauszugeben, welches meine Erfahrungen als Galloway-Züchter und Kenner der Rasse wiedergibt und welches sowohl für den alten Hasen, den Kuh-Freund allgemein oder den Neuling unter den Galloway-Liebhabern gleichermaßen attraktiv sein sollte. ... es sollte gründlich informieren und Kenntnisse erweitern helfen.“ 

Der Autor vermittelt das Bestehen einer Einheitsrasse Galloway mit verschiedenen Farbschlägen. Diese „andere Sicht“ ist schlichtweg falsch. 

Es ist ein leidiges Thema in Deutschland sich mit der klaren Definition und des Verständnisses des Begriffes „Rasse“ auseinander zusetzen, und  so fehlt dieses leider auch in dem vorliegenden Buch, obwohl es doch gerade unter diesem Begriff geschrieben wurde und alle Aussagen letztlich auf die Besonderheiten „einer“ bestimmten Rinderrasse bezogen sein sollen. 

In allgemein sprachgebräuchlichem Verständnis sind „Schlag“ und „Rasse“ gegeneinander austauschbar, ihre Bedeutung beinhaltet eigentlich dasselbe ( Prof.H.H.Sambraus  Atlas der Nutztierrassen 5. Auflage  S. 20 ff).  Eine Rasse bilden die Zuchttiere einer bestimmten von Menschen erzüchteten Formengruppe, die durch künstliche Auslese und planmäßige Anpaarung die gleichen erwünschten charakteristische Merkmale aufweisen. Maßgeblich ist das gemeinsame Zuchtziel und nicht etwa, wie hier, der regional herkunftsbezogene oder kreuzungsbedingte rein sprachliche Namenszusatz Galloway. 

Genetisch sind die in dem vorliegenden Buch als „eine Rasse“ dargestellten Rinder auch nicht „eine Rasse“. Untersuchungen des Roslin Institutes, Edinburgh, haben ergeben, dass bspw. „Belted Galloway“ mit „Galloway“ entfernter verwandt sind als etwa mit den „Murray Grey“, mit den „Aberdeen Angus“ oder gar den „Holstein Friesian“. (Roslin Intitute Publications 1996/1997 Annual report S. 35 ff.) 

Historisch kann der Autor seine bunte Einrassetheorie auch nicht belegen. Der Umstand, dass es im Ursprungsgebiet der Galloway auch Rinder anderer Farben als schwarz gegeben hat ist nicht einmal ein Hinweis, geschweige denn ein Beweis für die behauptete Rasseeinheit. Frühestens seit Einsetzen planmäßiger Nutztierzüchtung im 18. Jahrhundert könnte auf Rassebeschreibungen im eigentlichen Sinn verwiesen werden. Für die „Rasse Galloway“ fehlen die frühesten Zuchtbelege, da diese bei einem Brand des Highland Society’s Agricultur Museum in Edinburgh in 1851 vollständig vernichtet wurden. Zumindest seit Errichtung des Polled Herdbook wurden als „Galloway“ nur die Rinder verstanden, die als solche Aufnahme in diesem Herdbuch fanden resp. die entsprechenden Rassekriterien erfüllten. Die Rassebeschreibung von 1883 entspricht nach zeitgenössischen Aussagen denen vom Beginn desselben Jahrhunderts, müssen also als Maßstab dafür genommen werden welche Rinder „Galloway“ sind. Abstammungs- und Zuchtdaten wurden dann wieder ab 1857 in einem neuen „Polled Herdbook“ geführt und publiziert. 

Im März 1877 schließlich gründeten die Galloway-Züchter eine eigene Herdbuchgesellschaft, wobei alle bis dahin im Polled-Herdbook erfassten „Galloway“-Zuchtdaten von diesem in das eigene Herdbuch der gegründeten Galloway Cattle Society übernommen wurden. Namhafte Züchter und Fachleute (exp. James Grierson-Caigton, Thomas Biggar-Chapelton, John Cunningham-Whitecairn u.v.a.m) waren einig darin, dass das nun eigenständig organisierte Zuchtgeschehen die Reinzucht der Rinder umfasste, die die ausschließlichen, ursprünglichen und nicht durch Einkreuzungen verfälschten  „Galloway“ darstellen (C. Graves, Galloways – The Society & The Cattles 1998 S. 5 ff; H.M. Briggs & D.M. Briggs, Modern Breeds of Lifestock 1980 4. Auflage u.a.). 

Schließlich stellen und stellten Galloway, Belted Galloway und - mit Vorbehalt - White Galloway auch zuchtrechtlich immer jeweils getrennte Rassen dar. Für diese Fragen ist lediglich die Entwicklung und der Tätigkeitsumfang der Züchterorganisationen und deren Anerkennung unter das Zuchtrecht zu subsumieren, auch hieraus ergibt sich kein anderes Ergebnis als das unterschiedlicher Rassen. 

Hinsichtlich Deutschlands ist zu bemerken, dass die hiesige Gallowayzucht ihren Ursprung ausschließlich in Importen aus Großbritannien hat, wobei für die Zuchttiere jeweils eine Originalzucht- resp. Abstammungsbescheinigung mit dem Ausweis der jeweiligen Rassezugehörigkeit vorlag. Einfuhren aus anderen, teilweise auch schon alten Zuchtgebieten, wie etwa Kanada, erfolgten erst lange nach Errichtung der entsprechenden deutschen Zuchtbücher, wobei allerdings zu bemerken ist, dass auch in Kanada eine strenge Trennung der Rassen gegeben ist. 

„cui bono“ ist denn die Frage nach den eigentlichen Motiven des Autors „vielen Menschen eine andere Sicht der Galloways zu vermitteln“.

  Das Beispiel der „White Galloway“ zeigt die Ambivalenz des vorliegenden (Fach-)Buches. Ebenso, wie die vom Autor zwar falsch geschriebenen, aber sonst überwiegend richtig beschriebenen „Blue Grey“, sind die „White Galloway“ Ergebnis der Kreuzungszucht und nicht etwa eine eigenständige Rasse. Wenn auch seit wenigen Jahren intensiver züchterisch bearbeitet, ist das herausragende Zuchtziel, nämlich die Erzeugung von Tieren mit der eindrucksvollen Weißfärbung mit korrekter Pigmentierung an Ohren,  Maul und Füßen in der Methode der Reinzucht auf Dauer nicht zu bewirken. Die Ausmendelung ist hier die Regel, und nicht etwa die Ausnahme wie die roten Exemplare bei den (Original-) Galloways. 

Es ist doch wahrlich nichts Minderwertiges wunderhübsche und auch liebenswerte Tiere durch Kreuzungszucht zu erzeugen, bedenklich ist nur den Anspruch zu vermitteln, es handele sich dabei um Reinzucht. 

Dasselbe und weiteres gilt denn auch für Riggit (nicht Rigget) Brocket Face, Brindle und andere Fehlfarbexoten, die bei Galloway-Rindern alle ihren Ursprung in früheren Einkreuzungen haben dürften und in der Reinzucht der Selektion anheim fallen. 

Über die schwarzen Galloways muß hier nun wirklich nichts mehr gesagt werden. Sie waren schon vor fast zweitausend Jahren die auffällig dominierende Farbe“ so führt der Autor aus und verunglimpft die in der Galloway Cattle Society vereinten Züchter als Feinde anderer Züchter und Rinderhalter. Das allerdings will er und soll sich ändern, denn schließlich wurde unter seinem und  deutschem Auspizium das Galloway-World-Council gegründet und am deutschen Wesen soll nun wohl auch die Galloway-Welt genesen. Zu hoffen bleibt auf die Wachsamkeit des vom Autor zitierten bekannten britischen Züchters, der gesagt haben soll „Ihr deutschen Züchter fragt zu viel und lernt zu schnell, da müssen wir gut aufpassen!", hoffentlich passen er und seine Kollegen wirklich auch auf, dass sich nicht zu viele zu einer falschen Sicht über die „Rinderrasse Galloway“ durch das hübsche Bilderbuch verleiten lassen.

 

"  Nicht überall wo Galloway d'ransteht 

ist auch Galloway drin!!  "

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VI. 'Pinzgauriggit'

 

Vater und Tochter ?      

sicher nicht !

             aber wohl ?

Vetter und Kusine !

(zu sehen gem. Berichterstattung im Fleischrinderjournal 1/2002

auf Rinderausstellungen im 1. Quartal 2002)

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