Galloway
Hof Breiteneiche
Mit dem Erwerb des 80 ha großen Hofes Breiteneiche in 1987 habe ich die Planung und den Aufbau einer reinrassigen Gallowayherde in Angriff genommen. Nach mehreren Informationsreisen zu renommierten schottischen Zuchtbetrieben in Galloway und Dumfries erfolgte eine strenge Auswahl der besten, in renomierten und zuverlässigen Herdbuchbetrieben anzukaufenden Galloways.
Den vormals nur ackerbaulich bewirtschafteten Hof habe ich in eine extensive Ackergrünlandnutzung überführt. In der Folgezeit wurde die Betriebsfläche durch Zupachtung und Innutzungnahme fremder Flächen ausgeweitet.
Die Philosophie auf dem landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb Hof Breiteneiche ist auf die Einhaltung größtmöglicher Naturnähe aller Erzeugungsbedingungen und -prozesse ausgerichtet, wobei der wirtschaftliche Erfolg auf eine Bewährung im Markt, und nicht auf die bloße Erfüllung von Subventionsbedingungen abgestellt ist.
Den Einklang zwischen Naturbewahrung und rentabler Wirtschaft stellen
die Galloways in einzigartiger Weise her; diese sind einerseits durch ihren
geringen Domestikationsgrad für eine weitestgehend natürliche Haltung
vorzüglich geeignet und andererseits erfüllt Gallowayfleisch die höchsten
Anforderungen an den Genuss und die Bekömmlichkeit von Rindfleisch.
Hof Breiteneiche ist ausschließlich auf die Erzeugung
hochqualitativer, rassereiner Galloways Auf Breiteneiche werden
ausschließlich rassereine Galloways im originalen und schwarzen schottischen Typ
eingesetzt.
Trotz des zuchtgedanklich erst kurzen Bestehens der Breiteneicher Gallowayhaltung können bemerkenswerte Erfolge in züchterischen Leistungswettbewerben vorgewiesen werden. Aus verschiedenen I. Preisen in Landes- und Bundesvergleichen sind hervorzuheben:
Ein Bundesklassensieg auf der nur alle fünf Jahre stattfindenden Bundesfleischrinderschau bei der Grünen Woche 1994 in Berlin mit dem Bullen "Beeklands Tommy",
ein Bundesgesamtsieg und Champion aller weiblichen Galloways auf der nur alle zwei Jahre stattfindenden Bundesgallowayschau im Herbst 1994 für die von mir gezogene Kuh "Breiteneicher Xenia",
die Landessiegerin Schleswig-Holstein auf der nur alle zwei Jahre stattfindenden Landestierschau im Mai 1995 für die Kuh "Fluffy T 51 of Castlefairn" und
den Landessieger Schleswig-Holstein "Primus 1" beim 1. Galloway Festival in 1997.
Art- und, mehr noch, rassegerecht ist die Ein- und Ausrichtung des Betriebes Breiteneiche. Die Rinder werden ganzjährig im Freien gehalten. Zugang zu Stallraum ist grundsätzlich nicht gegeben. Ausgenommen der Ausbringung des in geringem Umfang anfallenden Tretdungs werden die Weiden des Hofes nicht gedüngt, und es werden auf ihnen keinerlei chemischen Anwendungen vorgenommen. In den offenen Jahreszeiten ernähren sich die Rinder unmittelbar und nur vom Aufwuchs der Weiden, im Winter erhalten sie dazu nur selbst geerntetes Grasfutter und Stroh.
Zur Schlachtung vorgesehene Galloways werden in einem Alter von etwa 900
Tagen von der Weide genommen und erhalten dann in einem Firnungszeitraum
von mindestens 8 Wochen Dauer, unter Belassung eines eigenen Herdenverbandes und
gewohnter freier Bewegungsmöglichkeit, nur noch Heu und Stroh; dazu auch etwas pure,
gequetschte Gerste. Diese Futterumstellung hat ihren Sinn darin, dass das
Fleisch der Tiere den sogenannten Grasgeschmack verliert und höchste
Qualitätseigenschaften ausgebildet werden.
Die Schlachtung meiner Rinder erfolgt in einer nur wenige Kilometer
entfernten Landschlachterei, wo die Tiere nach stressfreier Tötung
fachgerecht ausgeschlachtet werden. Nach der Schlachtung reifen die
Schlachtkörper
durch dreiwöchiges Abhängen und im Anschluss danach erfolgt die Zerlegung
in zubereitungsfertige Teilstücke.
Rd. 20 Jahre Hof Breiteneiche beinhalten Erfahrung im Umgang mit gut 900 selbst gehaltenen Galloway, von denen über 800 hier geboren und bis zum Zuchteinsatz oder zur Schlachtung aufgezogen wurden.
Das bei uns geführte Gästebuch weist Besucher aus der ganzen Welt aus. So sind nicht nur namhafte Züchter aus Schottland hier gewesen. Besucher aus Alaska, Argentinien, Neuseeland, Australien, Russland, der Schweiz und Östereich sowie auch aus der Mongolei sind uns in lebhafter Erinnerung. Viele Gäste kamen aus der Wissenschaft und Forschung. Und stets war unsere Galloway-Zucht und -Haltung für Fach-, Nachrichten und Unterhaltungsmedien ein Anziehungspunkt.
Zur Gallowayhaltung ist 2002 die Zucht zur Erhaltung der extrem vom Aussterben bedrohten „Lehmkuhlener Ponys“ hinzugekommen und Teile des Hofes bewirtschaftet mein Sohn seitdem als Pferdepensionsbetrieb.
Seit Ende 2006 haben wir eine sukzessive Verringerung unserer Herdengröße begonnen, so dass jetzt nurmehr eine kleine Zahl ausgewählter Tiere, und dieses für höchsteigene Zwecke gehalten wird.
Landwirtschaft im Übereinklang mit der Natur
und mit Erfahrung gut