Archiv

 

   I.  Hoffest 2004 8./9. Mai

        Mounted Games auf Hof Breiteneiche

  II.   BDF-Vorstandswahl satzungswidrig

 III.   Kieler Nachrichten  Nr. 162   

          Sonnabend 14. Juli 2001-07-15

 VI.   Stiftungsland Aktuell no 8/12.2001

   V.   Jubiläumsjahr der Gallowayzucht

 VI.   „Die Welt  13. April 2002

          Couragierte Tierärztin

 VII. Exportbann gelöst

VIII. Vogelgrippe

 

 

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   I. Hoffest 2004 mit int. Mounted Games Turnier

 

Mounted Games-Boom in Preetz

Wielen/Wahlstorf (len). Die englischen Reiterspiele, die Mounted Games, scheinen gefragter zu sein denn je. Hier zählt nicht nur das herkömmliche Zusammenwirken zwischen Pferd und Reiter, sondern darüber hinaus noch Teamgeist. Schließlich handelt es sich bei den Mounted Games um eine Mannschaftssportart. In dieser Mannschaft gilt es, eine Reihe verschiedener Ponyspiele zu absolvieren, die ein hohes Maß an Geschicklichkeit, Geschwindigkeit und Konzentration erfordern. Auf den Mounted Games-Turnieren startet dann jedes Team pro Lauf gegen drei andere, so dass bei jedem Spiel ein regelrechtes Wettrennen entsteht. Das bringt natürlich viel Spaß. Und nicht nur den Zuschauern steht die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Mehr als 1.500 Besucher hatte es am vergangenen Wochenende auf Hof Breiteneiche nach Wielen gezogen. Dort fand das erste Mannschafts-Mounted-Games-Turnier der Saison statt. Erstmals wurde zu der nationalen Ranglistenwertung noch um die Nordeuropäische Meisterschaft gespielt. Alleine in der Nationalwertung gingen 22 Mannschaften an den Start.

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III. Götz von Donner will mehr, als das Gesetz vorschreibt

(Kieler Nachrichten  Nr. 162 )  Sonnabend 14. Juli 2001-07-15

Wielener Galloway-Züchter ließ sich besonderes Etikettierungssystem genehmigen

Wahlstorf (sbr) „Von der Wiege bis zur Bahre  nur die  eigene Ware" - das ist die Botschaft, die der Wielener Galloway-Züchter und Rindfleisch-Direktvermarkter Götz von Donner überbringen will. 

Um den korrekten Weg des von ihm verkauften  Fleisches von der Tiergeburt bis zur Ladentheke dem Verbraucher noch besser zu garantieren, hat er für seinen Betrieb  ein  über  die  gesetzlich  vorgeschriebenen Richtlinien hinaus gehendes Etikettierungssystem entwickelt und es sich genehmigen lassen - als erster Direktvermarkter im Land. Am Freitag wurde ihm das Zertifikat übergeben.

Von Donner, Besitzer des Galloway-Hofes  Breiteneiche  mit  derzeit 266 Tieren, vermarktet seit 1995  sein  Rindfleisch selbst.  Die Rinder  werden seinen Angaben  zufolge  ganzjährig  im  Freien gehalten, die  Weideflächen  weder  mit Handelsdünger bearbeitet  noch  chemisch behandelt. Teilweise sind seine Weiden ausgewiesene Naturschutzflächen. Kraftfutter bekommen seine Kinder nicht

Willi Geier. Projektleiter von der  Landwirtschaftlichen  Dienstleistungsgesellschaft. überreicht Rindfleisch-Direktvermarkter Götz von Donner (links) das Zertifikat für sein Etikettierungssystem.    

Foto Brinkmann

Im Zuge der europaweit gesetzlich geregelten Herkunftssicherung von Rindfleisch stellte von Donner im September 2000 einen Antrag bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung auf Anerkennung seines Herkunftssicherungssystems für Rindfleisch. Ein solcher Antrag ist nötig, wenn man zusätzlich zu den für Deutschland festgelegten Angaben auf den Etiketten besondere Qualitätsaussagen zu seinem Fleisch machen möchte. Festgelegt sind das Herkunfts­land, das Land der Schlachtung mit Zulassungsnummer des Schlachtbetriebs,   Land   der Zerlegung mit Zulassungsnummer des Schlachtbetriebes, Referenznummer zur Rückverfolgbarkeit des Rindfleisches.

Das, was von Donner seinen Kunden freiwillig  darüber  hinaus   garantiert   Kennzeichnung der Galloways mit zusätzlichen  Ohrmarken und Eintragung ins Herdenbuch und der Grunddatei; reine  Weidehaltung,   Schlachtung  bei der Schlachterei  Fitze  in Kalübbe (Bei der Anlieferung wird das Lebendgewicht   ermittelt.   Nach der Schlachtung  wird  der Schlachtkörper  mit  der  Nummer sowie der Kennung des Eigentümers gekennzeichnet  sowie das Schlachtgewicht  ermittelt. Alle Daten werden im Schlachtprotokoll  festgehalten); Zerlegung nach 22 Tagen Reifung bei  der  Schlachterei (jeder einzelne Schlachtkörper wird im Beisein von Götz von Donner gesondert zerlegt und von ihm persönlich für den Transport zum Hof Breiteneiche in entsprechend gekennzeichnete Satten gelegt); Verpackung auf Hof Breiteneiche (Die Ware wird gewogen, mit einem  Etikett  versehen  und  in Folie vakuumiert). Alle  Daten werden in  einem  Zerlegprotokoll festgehalten. Danach wird das Fleisch  im Kühlhaus  bis zum Verkauf   gelagert.   Verkauft wird das Fleisch auf dem Hof  und  auf  dem  Wochenmarkt.

  „Sicherlich   sind   die   gesetzlich geregelten Etikettierungsvorschriften   für   Rindfleisch ein Instrument  für  die  Erhöhung des Verbraucherschutzes. Verkannt werden sollte allerdings nicht,  dass  letztendlich  Geschäftemacherei dadurch lediglich erschwert aber nicht eliminiert wird", begründet von Donner, weshalb er seinem Betrieb zusätzliche Kontrollkriterien   auferlegt.

Diese      Kontrollkriterien werden von der Landwirtschaftlichen Dienstleistungsgesellschaft überwacht (mindestens einmal pro Jahr plus Stichproben)

 

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 VI. Bericht in "Stiftungsland Aktuell " no 8/12.2001  

Pächter der Stiftung Naturschutz stellen sich vor
Galloway Hof Breiteneiche
Götz von Donner mit dem Zuchtbullen Napoleon vom Huntetal
"Landwirtschaft im Einklang mit der Natur" ist das Motto Götz von Donners auf dem Galloway Hof Breiteneiche in Wielen, Kreis Plön. Zusammen mit seiner Familie züchtet er Galloways im originalen und schwarzen schottischen Typ. Kraftfutter, Dünger und Chemie sind tabu.
 Auf den weitläufigen Weideflächen rund um den Hof hat die 240-köpfige Herde jetzt ihr Winterquartier bezogen. Im Sommer verteilen sich die Bullen und Mutterkuhherden auf eine Gesamtfläche von rund 180 Hektar.
Von der Stiftung Naturschutz hat von Donner 55 Hektar an den Kührener Teichen und auf Appelwarder im Lanker See gepachtet. Außerdem weiden die lebenden Landschaftsgestalter im Stiftungsland auf Reesholm an der Schlei.

"Zur Zeit kann ich die Nachfrage nach meinen schmackhaften Gallowayfleisch kaum decken", berichtet von Donner zufrieden. "Bis das soweit war, hatte ich aber viele Rückschläge zu überwinden." Wie andere Stiftungspächter auch hat von Donner als konventioneller Landwirt mit intensiver Schweinemast und Ackerbau angefangen. Nach einem Ausflug ins Leben ohne Landwirtschaft reifte Mitte der 80er Jahre der Gedanke etwas Neues anzufangen. Ein Betrieb ohne Tiere kam für ihn allerdings nicht in Frage: "Meine Passion ist die Zucht und der Umgang mit Tieren."

1987 erwarb von Donner den 80 Hektar großen Hof Breiteneiche. "Einen Milchviehbetrieb konnten wir zum damaligen Zeitpunkt nicht aufbauen, weil nicht genügend Milchquote zur Verfügung stand. Und: Ein Überleben mit Ackerbau war mit dieser Betriebsgröße einfach unmöglich. Deshalb kam mir die Idee, Fleisch zu produzieren. Es soll schmecken, die Aufzucht ohne großen maschinellen Einsatz möglich und vor allem naturnah sein", erklärt von Donner. Als anglophiler Typ, wie sich von Donner selbst bezeichnet, fiel die Wahl auf Galloways. "Sie passen nicht nur besser in unsere Landschaft, sondern liefern zudem hochwertigeres Fleisch als Highlands."

Zunächst musste die Familie von Donner den vormals ackerbaulich genutzten Betrieb in eine extensive Ackergrünlandnutzung überführen. Zum Konzept des Betriebes gehört die art- und rassegerechte Ausrichtung. Die Robustrinder werden ganzjährig im Freien gehalten. Zur Düngung wird auf den Flächen des Hofes lediglich der Dung der Kühe ausgebracht. Soweit möglich, ernähren sich die Tiere von dem, was die Weiden hergeben. Im Winter erhalten sie als Ergänzung selbst geerntete Grassilage und Stroh.

"Unseren Hof betreibe ich zusammen mit meiner Frau und meinem Sohn als Vollerwerbsbetrieb. Die jetzige Größe mit 240 Rindern - davon 80 bis 90 Kühe und drei Zuchtbullen - ist optimal für uns, weil wir so alle Tiere im Blick haben. Wenn etwas nicht stimmt, merken wir es sofort", berichtet von Donner. "Um weiter zu expandieren, müssten wir einen zweiten Betrieb aufmachen. Das ist momentan aber nicht angedacht." Jährlich werden 60 bis 80 Galloways in einer nahegelegenen Landschlachterei geschlachtet und direkt ab Hof oder über Wochenmärkte vermarktet. Schlachtreif sind die Tiere nach 24 bis 30 Monaten; in der konventionellen Landwirtschaft bereits nach 18 bis 20 Monaten, allerdings mit Kraftfutter und Maissilage.

Gerade die BSE-Krisen Mitte der 90er Jahre und vergangenes Jahr haben nicht nur dem Galloway Hof Breiteneiche zugesetzt. "Wir haben im Prinzip mehrere Jahre kein Fleisch absetzen können, weil die Galloways zum Synonym von BSE wurden", berichtet von Donner. Vor der ersten BSE-Krise hat er seine Rinder direkt an die Schlachterei verkauft. Jetzt erzielt von Donner zwar wieder den gleichen Preis wie vor der Krise, muss aber noch für die Vermarktung sorgen. "Bis wir unser Vertriebsnetz in der jetzigen Form etabliert hatten, mussten wir Höhe und Tiefen durchleben. Jetzt sind wir mit unserem Absatz überaus zufrieden. Leider kommt es vor, dass wir Kunden mit leeren Händen nach Hause schicken", erklärt von Donner. Sein Fleisch verkauft er direkt ab Hof und bedient verschiedene Wochenmärkte in Kiel.

"Wir sind froh, dass sich unser Galloway-Fleisch so großer Beliebtheit erfreut. Dazu tragen die naturnahe Bewirtschaftung und die artgerechte Haltung in erheblichen Maße bei. Außerdem weiden die Tiere aktiv für den Naturschutz und tragen auf den weitläufigen Weiden zu einem ästhetischem Landschaftsbild bei", meint von Donner mit Blick auf die Zukunft stolz. "Die Nachfrage nach Galloway-Fleisch wird noch weiter steigen."

www.sn-sh.de

                                                 

 V. Anfang 2002

2002

Jubiläumsjahr der Gallowayzucht

 

Die Reinzucht der Galloway wird im März diesen Jahres  125 Jahre alt. In 1877 schlossen sich namhafte Galloway-Züchter Schottlands zur "Galloway Cattle Society" zusammen und errichteten ein eigenes Herdbuch für Galloway-Zuchtrinder, deren Pedigrees bis dahin  im "Polled Herdbook" mit Angus und Aberdeen-Angus geführt wurden. Durch einen Brand in 1851 in Edinburg wurden alle früheren Zuchtaufzeichnungen leider vernichtet.

                                                

 

 VI. Couragierte Tierärztin

 

„Die Welt“  13. April 2002

Tierärztin verzichtet auf das Bundesverdienstkreuz

Warum eine engagierte Vorkämpferin für Verbraucherschutz die staatliche Auszeichnung ablehnt

 

von diethaRt Goos

Kiel - Margrit Herbst gut als Vorkämpferin für wirkungsvolle Schutzmaßnahmen gegen BSE und die ähnliche auf Fleischverzehr zurückgeführte, für Menschen tödliche Creutzfeldt-Jacob-Krankheit.   Doch für ihren mutigen Kurs hat die Tierärztin teuer zahlen müssen. Sie verlor ihre Stellung und musste jahrelang gerichtliche Auseinandersetzungen    über sich ergehen lassen.

Als eine Art Wiedergutmachung ist die Veterinärin von humanitären   Organisationen für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden. Doch die Kieler Staatskanzlei verlangt im Gegenzug, dass Margrit Herbst ihre Kündigung aner­kennt und auf Ansprüche gegen den früheren Arbeitgeber verzichtet. Die politischen Parteien sprechen von einem unerhörten Ansinnen gegenüber der Veterinärin. Anfang des letzten Jahrzehnts, als in England immer mehr Fälle von Rinderwahnsinn auftraten und Verbindungen zur Creutzfeldt-Jacob-Krankheit erkennbar wurden, arbeitete die Tierärztin als Bedienstete der Kreisverwaltung Segeberg im Schlachthof Bad Bramstedt der Norddeutschen Fleischzentrale.

Wiederholt setzte sich Margrit Herbst öffentlich dafür ein, als Vorsichtsmaßnahme die Gehirne aller geschlachteten Rinder auf BSE zu untersuchen. Da sie sich durch Abmahnungen des Arbeitsgebers nicht einschüchtern lassen wollte, wurde ihr schließlich fristlos gekündigt. Es folgten langwierige Prozesse bis hin zum Landesarbeitsgericht und dem Oberlan­desgericht. Verbittert lebt die 5 9-Jährige heute in Brokstedt bei Neumünster.

Als eine Art Wiedergutma­chung soll Margrit Herbst mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt werden. Doch bevor die Staatskanzlei den Vorschlag an Bundespräsident Johannes Rau weiterleitet, wird die Tierärztin mit Forderungen konfrontiert. Sie soll anerkennen, dass ihre Entlassung rechtens war, die zu ihren Lasten ergangenen Gerichtsentscheidungen akzeptie­ren und auf Ansprüche gegen den Kreis Segeberg oder das Land verzichten. Doch um diesen Preis verzichtet die Tierärztin auf die hohe staatliche Auszeichnung.

Massive Kritik an der Staatskanzlei üben alle Land­tagsfraktionen. So sprach der SPD-Abgeordnete und Anwalt Klaus-Peter Puls von einem nicht akzeptablen Doppelgeschäft der Staatskanzlei. Er könne verstehen, das Frau Herbst unter diesen Umständen auf den Orden verzichte. Diese Haltung wird auch von den Grünen geteilt. Die FDP vermisst den Versuch des Landes, die Tierärztin zu rehabilitieren. CDU-Fraktionsgeschäftsführer Heinz Maurus wirft der Staatskanzlei „unseriöses und unglaubliches  Verhalten nach Gutsherrenart" vor.

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VII. Exportbann für Rinder aus Großbritannien zu Ende.

 

Nach über 16-jähriger Dauer ist es wieder möglich  ohne das Risiko von Farb- oder sonstig unerwünschten Kreuzungseinflüssen original schottisch gezogene Galloways zu erwerben. Außer dem nach schottischem Muster geführten Herdbuch des FRZ in Schleswig-Holstein bietet eben das schottische Zuchtbuch  die Gewähr rassereiner Zuchtarbeit.

 

VIII. Vogelgrippe

 

Die Bekämpfung der Vogelgrippe sollte Fachleuten und nicht, wie dieses bei der BSE war, politischen Spiegelfechtern und Wirtschaftsinteressierten, denen es letztlich nur um ihr Immage und Eigennützigkeiten zu gehen scheint, überantwortet werden.  

 

Wir denken, im Herbst und Winter 2006, wenn es gilt von Steuererhöhungen u.ä. abzulenken, wird uns dieses Thema wieder beschäftigen

 

 

 

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